10. Februar, 2006

Das Leben mit Katze…

Abgelegt unter: Allgemein — Babs @ 16:21

…frisch aus dem Leben gegriffen von Fabsi.

Hab ihre Geschichte in meinem Stammforum gefunden und ich darf sie hier bloggen. Sie ist einfach köstlich, hab herzlich gelacht.. ja so sind Katzen mal. Zur Erklärung - im Text kommt manchmal “HAL” vor - das ist die Abkürzung für “Herzallerliebster”. Viel Spaß beim Lesen!

Also ich sag mal gleich dazu – Katzen sind ja superhübsche Schmuser. Ich hab allerdings so gar keinen Bezug zu ihnen – woher auch? Ich hab Meerschweinchen! Und sonst? Niemand hatte ne Katze von den Leuten die ich kenne … aber na ja, Katzen sind superhübsche Schmuser – also was soll da schon kompliziert dran sein???

Und dann kam der Anruf im Jänner. Von HAL’s Bruder. Er fährt mit seiner Lebensgefährtin, Nichten, Neffen, Oma, Opa auf Schiurlaub in den Semesterferien. Boah, dem geht’s gut! Wie jetzt „Bezüglich der Katze will er was fragen??“. Ach so, ob wir die Woche auf die superhübsche Schmusekatze aufpassen können? Klar! Warum nicht? Kein Problem! Her mit dem Tier! …. Aha, das geht so nicht? Ich verstehe. Wir zur Katze??? Hmmmm … ich hab zwei Meerschweinchen! Die wohnen in Wien …. Die Katze wohnt in Laxenburg. …. Achso, die kann nicht alleine bleiben …. Hmmmmm … Tja … Kein Thema! Die Katze ist superhübsch und verschmust … wir kommen!

Und der Plan ist einfach. Früh morgens die Katze versorgen, dann Kaffee trinken, nach Wien mit dem Auto, die Schweinchen füttern, mit der U-Bahn ins Büro, nachdem Büro nach Hause die Schweinchen füttern, mit dem Auto nach Laxenburg und den Abend gemütlich mit der superhübschen Schmusekatze ausklingen lassen. Na das klingt doch nach was, oder?

Freitag Abend die Einschulung direkt in Laxenburg. Wie jetzt „Einschulung“???

Die Katze ist arm. War sie immer schon! Sie ist jetzt 13 und wohnt nunmehr seit 2 Jahren bei HAL’s Bruder und dessen besserer Hälfte. Aber davor!!!! Die arme Katze. Die 1. Besitzerin wollte sie nach ihrem Umzug nicht mehr – dort durfte sie kein Tier halten. Somit wurde Katze abgeschoben. Die 2. Besitzerin war schockiert – das Tier macht ja Geräusche und meldet sich zu Wort – also weg damit.

Und dann kam Conny. DIE Conny. Der Horror in Person. Zumindest meint das unsere superhübsche, liebenswerte Schmusekatze. Conny hat den Zimmertiger mit Liebe aufgenommen. Ihr jeden Wunsch von den bernsteinfarbenen Augen abgelesen … doch irgendwann fuhr sie auf Urlaub. Böse Conny!

Die Katze wurde zu HAL’s Bruder und dessen Lebensgefährtin verbracht. Oooooch, ist die superhübsch und schmuseweich! Sooooo eine süße Katze.

Sie wurde gehegt und gepflegt, gehetschelt und getetschelt. Bis es an der Türe läutete und die gute Conny ihre Fellwurst wieder zu sich holen wollte. Katze weg! Auch nach stundenlanger Suche war es nicht möglich, die ziemlich große, ziemlich runde, ziemlich wollige, ziemlich faule Katze irgendwo zu finden. Einfach weg!

Tja … hmmm … na gut! Katze bleibt!!!

Und da lebt sie jetzt. Seit 2 Jahren. Verwöhnt bis zum Geht nicht mehr, aber auch soooo arm. Denn auch wenn es für manche nicht vorstellbar sein mag – auch eine Katzenseele vergisst nicht, was ihr angetan wurde. Was allerdings zur Folge hat, dass der Verwöhnfaktor gleich noch mal um ein paar Prozent in die Höhe schnellt. ARME KATZE!!!!! *streichel bürst knuddel fütter*

Und dann der Abschied von Herrchen … *schmoll die katze* …

Hach, ist das eine superschöne, Schmusekatze! Das wird ne nette Woche. Und sie fängt gleich mal mit einem gemütlichen Wochenende an.

Natürlich schläft die Katze im Bett!!!! Wie jetzt „verrenkte Gliedmaßen weil sie so viel Platz braucht“????? Ach, die Katze ist doch sooooo arm. Guck mal, wie arm sie dreinschaut. Die muss unbedingt im Bett schlafen … sie hat ja sogar ne eigene Decke … die ist das doch gewohnt.

*MAUNZ* … wie jetzt???? „Gipsy, es ist noch nicht mal 7 Uhr – es ist Sonntag!“ *MAAAAUUUUNZ und anstups* ….. Och, das kann nicht ihr Ernst sein *umdreh im bett*.

Auf einmal eine unbekannte Stimme aus dem Stiegenhaus *MMMMMMMAAAAAAAAUUUUUUNNNNNNNNNZZZZZZZZ* - boah das hallt! „Gipsy bitte!!!!!“ …. *seufz* …. Ja, ja, ich komm ja schon. Rein in den Bademantel – runter die Stufen – Futter für Katze herrichten – wieder rauf ins Bett.

*klong* … ach, die Katze sitzt wieder im Bett …. *schleck schlürf putz* …. Geht das nicht leiser?????? *seufz* …. Ich glaube, es ist Zeit aufzustehen *aus dem bett quäl*.

So, jetzt brauch ich mal einen Kaffee … huch, nö, vorher das Katzenklo ausräumen … jetzt aber endlich gemütlich frühstücken. Schööööönnnnn! … *MAUNZ* … „Was denn???“. *MAUNZ*. „Du willst in den Garten???? Weißt du wie kalt es ist? 10 Grad unter Null!!!“ *MAUNZ* …. Na ok *seufz* … aufquäl, zur Terrassentür stapf – Tür auf – Katze mit halben Körper raus mit halben Körper im warmen …. „Gipsy mir ist kalt – rein oder raus?“ … Kein Interesse seitens der Samtpfote. … „Gipsy es friert – komm rein“ … *MAUNZ* - na ok … man ist ja nicht so.

Endlich! Meinem gemütlichen Frühstück steht nichts mehr im Wege. *MAUNZ* „Im Keller ist nix Interessantes Gipsy.“ *MAUNZ* …. Och, die arme Katze schaut ja jetzt besonders arm drein. Da muss man ihr unbedingt den Keller aufmachen. Katzenkopf rein zur Tür – Katzenkopf wieder raus – nix Interessantes zu sehen. Ach ne?!

*MAUNZ* … „Komm her Gipsy – bürsten.“ DER Renner schlechthin – zu jeder Tages- und Nachtzeit. Aber vorher aufhören gilt nicht … die viertel Stunde muss da definitiv durchgehalten werden …. Nun, sie dankt es uns ja mit einem superschönen, schmuseweichen Fell …. Hach ist es schön, eine Katze zu haben, die schnurrt wie ein Traktor.

Tja, aber die gemütliche Dreisamkeit zwischen HAL, mir und DER Katze wird jäh unterbrochen -> wir müssen nach Wien – auch die Schweinchen verlangen ihr Recht. *schmoll die mieze*.

Wien – kein Wort seitens der Schweinchen *megabeleidigt sei* …. *seufz* …. Nicht die auch noch! Schnell füttern, ein bisschen mit ihnen plaudern – ziemlich ignoriert fühl. Ok, egal, gehen wir was essen … ich bin hungrig.

Es wird Nachmittag – Zeit, um die superhübsche, unglaublich kuschelige Miezekatze wieder zu betreuen – ab nach Laxenburg.

„Gipsy“ *ruf* … nix. Hmmm … *such* … da ist sie ja. Die liegt noch genauso wie wir sie verlassen haben, Stunden zuvor … eigenartig. Majestätisches Naserümpfen …. *sich gemütlich aufhiev und die Stufen ins Erdgeschoß runterstolzier* … *in die Futterschüssel guck* *MAUUUUUNZ* ….. „Ja, ja, ich mach ja schon.“ Nassfutter aus der Packung hol. Vorher noch Schüssel auswasch. Nassfutter rein – zerteilen – Pulver halbieren. Ins Futter stecken – sehr gut, man sieht es nicht. *hinstell* „GEHT SCHON.“ *unverdächtig grins*

Lautes Schmatzen auf Katzenseite. Endlich Zeit, sich gemütlich auf die Couch zu knotzen. Vorher noch schnell die Decke auf der Couch glatt streichen. Katze mag Falten nicht.

*MAUNZ* …. „Schon wieder Keller?“ Da ist aber nix. *MAUNZ* …. *seufz* …. *in die Futterschüssel guck* - „HEY! Da liegt ja das Pulver drinnen.“ Na so geht’s natürlich auch nicht. Wurstblatt aus dem Kühlschrank hol, Pulver einwickel, das alles mit den Resten des Nassfutters vermantsch - *hinstell* …. Hähähähä – überlistet *g*.

*MAUNZ*. „Gipsy es ist saukalt draußen – du willst sicher nicht raus.“ *MAUUUNZ*. *seufz*. Tür auf – Katze raus – wusch und weg ist sie ums Eck. JESSAS – der Katze hinterher!!!! Schnell Schuhe greifen und im dünnen Pulli raus in den Garten und um die Hausecke …. Dort hockt Katze und guckt einen neugierig an …. *grummel* … Mistvieh! *verbindliches grinsen der katze* … zumindest kann es so interpretiert werden.

Ein Abend mit Streicheln und Kuscheln folgt. Aber lieb sind sie ja schon. Und so weich, und so superhübsch und goldig und einfach zum Anbeißen.

Schlafenszeit. Katze sitzt bei unserer Ankunft im Schlafzimmer bereits im Bett und wartet. Juhu.

Diskussionen über den Platz, wo sie zu liegen hat sind zwecklos. Es folgt eine Nacht ohne Schlaf. Mieze ist sichtlich sauer, als am nächsten Tag um 5.30 Uhr der Wecker läutet. Ja, ja, jetzt siehst, du wie das ist *ätsch*.

Runter ins Erdgeschoß – alles für Mieze herrichten …. Sich fragen, wann die Gute am Katzenklo war, denn sie hat sich nicht einen Millimeter aus dem Bett bewegt in der Nacht *staun*. Kaffee runter stürzen, Badezimmer, Mieze noch einmal drücken und verabschieden, nach Wien zu den Schweinchen fahren und sich dort anschmollen lassen, ab ins Büro. Abend wieder zu den Schweinchen, ausmisten und sich mit ihnen unterhalten, dann um 18 Uhr Fahrt zu unserer superhübschen, total verschmusten Miezekatze.

„Hallo Gipsy, wir sind wieder da!“ …. Katzenkopf guckt um die Ecke! Wo ist mein Futter????

Schnell noch die Tasche abstellen und den Mantel ausziehen. Katze streift wie ein verhungertes Tier um den Futterplatz. Futter wird kurz auf der Heizung angewärmt *MAUUUUUNNNNNZ* …. Schüssel auswaschen, Futter rein, Pulver rein – gleich mit nem Stück Wurst – MAHLZEIT KATZE!

*kotz* … oj, der Katze war schlecht … was hat sie??? Warum hat sie jetzt alles ausgespuckt??? *besorgte blicke unsererseits* …. *ignorieren seitens der katze – weiterfressen* …. *sorgen mach*.

Na toll – erst alles ausspucken und dann noch weiterverlangen. Mehr gibt’s nicht – aus! *MAUNZ* - nix da …. *KRATZ* -> am Bezug der Esssessel die Krallen wetz. „GIPSY!!!!“ *MAAUUNZ* - „Nein, es gibt nix zu essen, dir ist eh schon schlecht und du hast eh ein Trockenfutter stehen.“

Hmmmm … es hat den Anschein, als würde dieses flauschige Knäul Katze allen ernstes einen Racheplan aushecken. Nach 5x Keller schaun – 2x Terrasse schaun – 3x Sessel kratzen – 4x undefinierbare Geräusche aus dem Vorzimmer hat sie schlussendlich gewonnen …. „MAHLZEIT GIPSY!“ ….

Zufriedenes Schnurren auf der Couch.

Die Nacht verläuft wie die letzten zuvor. Katze als erstes im Bett und nur schwer in Schach zu halten. Allerdings hat sie nicht vergessen, dass sie um 5.30 Uhr aus dem Bett geworfen wurde … punkt 5.15 Uhr *MAUNZ* - mit der kalten Schnauze fährt sie mir ins Gesicht …. *stöhn* …. Sag bloß, es ist schon wieder ein neuer Tag ……

Aber lieb sind sie doch! Und so superhübsche Schmuser ….

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