7. April, 2007

Die Passion Christi

Abgelegt unter: Mein Senf zum Thema — Babs @ 09:23

Ich habe mir den Film gestern auch angesehen. Ich habe ihn schon gut ein Jahr als DVD daheim, aber noch nicht angesehen gehabt - warum auch immer !?

Was soll ich dazu sagen. Ich war ziemlich aufgewühlt, die Bilder haben mich berührt und ich habe mir gedacht “ja so könnte es gewesen sein” - Ich glaube schon dass es tatsächlich in der brutalen Art zugegangen sein könnte. Aber das ist alles nur Vermutung - so wie vieles in diesem Film auf Überlieferungen und Vermutungen beruht. Auch die Katholische Kirche beruht auf Überlieferungen und Vermutungen an die man entweder “glaubt” oder nicht.

Was ich sehr gut an dem Film fand ist die Tatsache dass nur auf Aramäisch und Latein gesprochen wurde, das gab dem ganzen Werk eine besondere Wirkung. Irgendwie fühlte ich mich um 2000 Jahre zurückversetzt.

Die Worte die gesprochen wurden, entsprachen zum Großteil den Worten aus der überlieferten Leidensgeschichte von Jesus und es erinnert mich an meine vielen Osternachtsfeiern die ich früher in der Kirche besucht habe - wo diese Leidensgeschichte immer und immer wieder erzählt wurde. Ich habe sie auch als Kind in meiner Kinderbibel am häufigsten gelesen, weil es - für mich als Kind - der “spannendste” Teil des Buches war. Somit kenne ich sie eigentlich eh in und auswendig. Dass hier in erster Linie mit Bildern und nicht viel mit Worten - und wenn Worte, dann fast hauptsächlich die überlieferten - gearbeitet wurde fand ich ebenso gut.

Das viele Blut, die detaillierte Darstellung der Brutalität hat zwei Seiten. Ich persönlich habe mit Brutalität bei Filmen nicht so sehr das Problem, aber es wird in Wirklichkeit auch eher selten so sehr ins Detail gegangen als wie bei der “Passion Christi”. Diese Tatsache der Detailgenauigkeit und des Hintergrundes der “Geschichte” - in Kombination mit dem stimmigen Hintergrund des Filmes (Sprache, Bilder, Charaktere…) hat mich schon sehr heftig berührt und hat mich auch in der Nacht in meine Träume verfolgt.

Was ist für mich am Ende von dem Film geblieben? Ich finde er hat auf eine ziemlich heftige Art der Bilderdarstellung gezeigt, welche Qualen Jesus für die Menschen auf sich genommen hat. Wenn es dem einen oder anderen hilft damit seinen Glauben zu stärken oder sei es nur die Ehrfurcht oder Bewunderung darüber was er getan hat dann hat der Film was Gutes. Und ich glaube das ist auch Mel Gibsons Ziel gewesen bei der Inszenierung.

Die Brutalität lässt sich aus unserer Menschheitsgeschichte nicht wegdiskutieren - weder in der damaligen Zeit, noch später als die Kreuzzüge statt fanden oder heute. Sie ist leider allgegenwärtig aber auch Teil unseres Mensch-Seins. Und solange wir von derartigen Bildern erschrecken und so berührt sich dass uns das Ansehen eigentlich weh tut, dann denke ich dass man doch mit seiner Einstellung richtig da steht.

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