1. Oktober, 2005

Unsere Story

Abgelegt unter: Allgemein — Babs @ 21:24

Eine besondere Geschichte….

Angefangen hat alles im Frühsommer 1996. Damals hatte ich einen äußerst netten Arbeitskollegen namens SIGI. Dieser schwärmte jeden Tag von seinem Computer so dass es nicht lange gedauert hat bis ich mich selbst dazu entschloss so eine Anschaffung zu wagen. Nach diversen Anfangsschwierigkeiten als neugebackene PC-Userin verfiel ich der Spielsucht. Nächtelang widmete ich mich “DukeNukem 3D” und kam so einige Male mit “etwas” geröteten Augen zur Arbeit. Es war fast eine Sensation in meiner Umgebung (ich komme aus der schönen grünen Weststeiermark) als ich mir im Februar 1997 einen Internetzugang besorgt habe! Das war gleichzeitig auch das Ende meiner Spielleidenschaft und ich bewegte mich virtuell durch das Netz der Netze. Meine erste Email schrieb ich an einen Typen namens “Cyberfuzzy” der zu meiner großen Freude sogar geantwortet hat! Er meinte damals ob ich nicht einmal Lust hätte zu chatten. Allein mit dem Wort Chatten konnte ich schon nichts anfangen, so “arbeitete” ich mich durch bis ich auch erfuhr was auch dahinter stand.

In dieser Zeit lernte ich Wolfi kennen. Er lernte mich gleich mit meiner totalen Inkonsequenz kennen indem ich mein mir selbst auferlegtes Chatverbot absolut nicht einhalten konnte. *g*. Allerdings war ich erst so richtig bereit mich mit ihm zu unterhalten nachdem ich ihn überzeugen konnte, daß er seinen Nick von “Wolle” in “Wolfi” ändern sollte. Zwischen uns entwickelte sich eine tiefe Freundschaft, die vor allem dadurch geprägt war, dass er mir in einer Zeit, in der ich in meinem Leben nicht mehr weiterwusste mit seiner Objektivität weitergeholfen hat. Möglicherweise tat auch die Entfernung von über 1000 km ihren Beitrag, dass ich mich ihm mit mit meinen Sorgen anvertraut hatte. Ich habe sowohl ihn als auch Beate ins Herz geschlossen - 1999 durfte ich Wolfi’s Trauzeugin sein. Wir haben uns im Chat Nächte um die Ohren geschlagen, haben viele tolle Tage gemeinsam erlebt, lange Abende getratscht, gelacht und auch geheult. Am 22. August 1998 hat er mir eine ganz besondere Freude gemacht - dazu aber später….

Die wesentlichste Entscheidung die ich damals getroffen habe war, mich zu Silvester 97/98 von meinem damaligen Freund zu trennen und zurück zu meinen Eltern zu ziehen. Nicht zu wissen, was weiter geschehen wird, war gar nicht so ein grosses Problem - meine Devise für das folgende Jahr lautete - Männer ade, ich tue etwas für mich, meldete mich zur Abenschule an und wollte mich in die Weiterbildung stürzen.

Zwei Wochen später (!) kam dann dieses “verhängnisvolle” Faschingsgschnas in Wien. Es war an einem Tag an dem ich von einem Besuch aus Deutschland bei Wolfi und Beate nach 14 Stunden im Zug heimgekehrt bin. Es war absolut notwendig mich danach noch ins Auto zu setzen und 2 ½ Stunden nach Wien zu fahren um daran teilzunehmen :-) ). Immerhin hatte ich zu dem Zeitpunkt vollsten Spass an Chattertreffen gefunden. Ich muss heute noch lachen wenn man mich gefragt hat “Was? Das gibt es auch schon??” (Gemeint war dann damit ein “Jetta”-Treffen - ich fuhr zu dieser Zeit einen VW-Jetta). Aber wer wusste damals was “chatten” ist *grins*. Zurück zu dem Faschingsgschnas:

Ich war verabredet. Mit einem Chatter - ganz allein wollte ich da auch nicht hingehen. Ich bin seinem Rat gefolgt (”Es kommt ja niemand verkleidet”) und somit waren wir beide die einzigen(!) Nichtmaskierten an dem Abend. Sah natürlich ziemlich blöd aus und hatte keine rechte Freude an dem Fest. Aber… Da habe ich auch IHN das erste Mal gesehen. Wir hatten schon früher einmal kurz gechattet und nun hatten wir auch die Möglichkeit ein paar wenige Worte zu wechseln. Aber er war an diesem Tag - genauso wie ich - nicht gut drauf und ich war hundemüde (woher wohl?). Was auch immer es ausgelöst haben mag - die Wochen darauf waren geprägt von intensiven Gesprächen und ich durfte Andreas als einen absolut liebenswürdigen Menschen kennen lernen, mit tiefgehendem Charakter, von dem ich mich sofort ernstgenommen und verstanden gefühlt habe und und und… und irgendwann habe ich mich total in ihn verliebt.

Es folgten 2 weitere Monate bis wir uns wiedergesehen haben - wieder ein Chattertreffen (in der “Nudelpfanne” in Graz) - da hat es letztendlich ganz, ganz schlimm “gefunkt” - ich war hin und weg. Ähm… ich denke, das waren wir beide *smile*. Nach einigen tausend gefahrenen Kilometern, horrenden Telefonrechnungen und viel viel Sehnsucht hat er mir im Mai einen Heiratsantrag gemacht den ich freudestrahlend angenommen habe!

Der 22.August 1998 wird wohl immer in wundervoller Erinnerung bleiben - es war UNSER Hochzeitstag! Rund 100 Gäste waren eingeladen - darunter war auch eine nicht unbeachtliche Schar von Chatfreunden die uns mit einer total netten Geste überrascht haben! Nicht nur, das sie ein Poster mit allen unseren Freunden mit “unserer” Geschichte gezaubert haben, nein, sogar eine CD haben sie aufgenommen mit dem Titel “Chatter sind netter” mit dazugehörigem Live-Auftritt der “Band” bei der Hochzeitsfeier.

Die wohl größte Überraschung hat mir aber Wolfi bereitet! War ich noch traurig, dass er und Beate an unserer Hochzeit nicht teilnehmen würden weil sie unmöglich Urlaub bekommen würden, außerdem müssten sie fliegen und sie hätten am Abend davor auch noch Karten für ein Konzert. (Das war alles eine Ausrede - nur ich naives Wesen kam nicht auf die Idee *smile*). Was ich nicht wusste war, dass sie sich mit meiner Schwester zusammengesprochen hatten und sozusagen Sitzplätze an der Tafel reservierten unter “falschem” Namen. Am Tag vor der Hochzeit hat Wolfi noch angerufen und mir alles Gute gewünscht und dass sie jetzt zu dem Konzert fahren würden…Am nächsten Tag fuhr ich morgens zum Friseur und genau auf dem Weg dorthin kam mir ein Auto entgegen - Deutsches Kennzeichen ->> Wolfi und Beate!! Da bin ich ziemlich aus allen Wolken gefallen! Sie sind die ganze Nacht (=13 Stunden) durchgefahren um mich derart zu überraschen! Hier soll festgehalten werden daß ich mich einfach riesig darüber gefreut habe!!!

Hochzeitsfoto

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